Iyengar®-Yoga-Lübeck

Iyengar®-Yoga (Iyengar-Yoga Deutschland) bezeichnet den Yoga-Stil, den BKS Iyengar (1918-2014) geprägt hat. BKS Iyengar war einer der einflußreichsten Yogalehrer weltweit. Er widmete sich seit frühester Jugend dem Studium und Unterricht des Yoga. Als Schüler Krishnamacharyas erhielt er erste Impulse für sein späteres Wirken. Im Laufe der Jahre entwickelte BKS Iyengar seine eigene Übungs- und Unterrichtsmethode, die später als Iyengar®-Yoga bekannt wurde. bksiyengar.com

Im Iyengar®-Yoga steht die Asana- Praxis (Körperausrichtung) und Pranayama- Praxis (Atemlenkung) zunächst im Vordergrund. Das längere, ausrichtungsorientierte Verweilen im Asana ermöglicht weiterführend ein inniges Beobachten und Durchdringen  der inneren Prozesse. Das Üben der Yogastellungen erhöht die Konzentration, das Spektrum der Wahrnehmung und die Fähigkeit den gegenwärtigen Augenblick intensiv zu erleben und in ihm zu verweilen.

In philosophischer Hinsicht bezog sich BKS Iyengar in erster Linie auf die Yoga- Sutren Patanjalis.
1975 gründete er in Pune (Indien) das weltweit bekannte Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institut (RIMYI).
Auf der Basis seines tiefen Verständnisses der menschlichen Anatomie und Physiologie konnte er vielen erkrankten Menschen durch Modifikationen der Asanas (Körperhaltungen) helfen. Viele seiner Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und bieten eine wertvolle Quelle für Schüler und Lehrer des Yoga.
Wesentliche Merkmale der Übungspraxis des Iyengar®- Yoga sind:

  • Präzise Ausrichtung= Technik/Alignment:
    Die Haltungen werden physiologisch und anatomisch korrekt ausgeführt
  • durchdachte Übungsabfolge= Sequencing:
    Je nach Zielsetzung (z.B. schrittweiser Aufbau zu einem Hauptasana)  werden die Asanas in bestimmter Art und Weise aneinandergereiht.
  • Einsatz von Yoga- Props= Hilfsmittel (z. B. Block, Gurt u. a.):
    Der Hilfsmitteleinsatz erlaubt auch weniger Geübten, die „Essenz“ einer Haltung zu erfahren und verdeutlicht gewisse Aspekte einer Haltung.
  • Verweildauer im Asana:
    Um das Asana „holistisch“  und „integral“ zu erleben,  ist eine gewisse Verweildauer im Asana notwendig. Diese ist in erster Linie vom Übungsstand abhängig.
  • Individuelle Korrektur:
    Die allgemeinen Ansagen werden durch individuelle Korrekturen ergänzt.

BKS Iyengar hat den Begriff „Yogasana“ geprägt. Die Bezeichnung „Yogasana“ macht deutlich, dass ein Asana mehr ist, als eine körperliche Übung. Die körperliche Übung steht zwar zunächst scheinbar im Vordergrund, die Auswirkungen sind jedoch tiefgehender. Durch das Praktizieren in beständiger, umfassender Aufmerksamkeit tritt der meditative Aspekt des Übens stärker in den Vordergrund. Der Körper wird im Asana zum „Fahrzeug“ für die Arbeit mit dem Geist. An der Sebastian Kneipp Akademie in Bad Wörishofen wird die Ausbildung zum Yogasana®-Yoga-Lehrer angeboten, die ihre Wurzeln in der Iyengar-Tradition hat. SKA / Yogasana®-Yoga-Lehrer-Ausbildung