Newsletter vom 31.12.2020 / Neujahr 2021

Wir wünschen Dir zum Jahreswechsel alles Gute und ein glückliches Jahr 2021!

Was bedeutet glücklich? Was können wir selbst tun, um glücklich zu sein? 

Vorab bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich bei Dir für die gemeinsamen Stunden auf der Matte in diesem ungewöhnlichen Jahr 2020! 
Wir haben viele Stunden via Livestream gegeben. Das ist nicht dasselbe wie eine Präsenzstunde – aber eine Möglichkeit überhaupt in Kontakt zu bleiben. 
An alle, die teilgenommen haben: Wir danken Dir dafür, dass Du die Umstände angenommen hast, wie sie nun einmal waren, und dass Du Dich darauf eingelassen hast, per Livestream unterrichtet zu werden! 
Wenn Du keine Online-Stunden mitgemacht hast, dann hast Du sicherlich Deine nachvollziehbaren Gründe dafür. Das ist völlig in Ordnung und wir hoffen, Dich bald wieder von Angesicht zu Angesicht in der Yoga-Schule begrüßen zu können! 

Wir wünschen Dir zum Jahreswechsel alles Gute und ein glückliches Jahr 2021! 
Was bedeutet glücklich? Was können wir selbst tun, um glücklich zu sein? 
Unabhängig von unseren persönlichen Standpunkten zu den Lockdowns und den angeordneten Maßnahmen in 2020 mussten wir alle mit Einschränkungen und wahrscheinlich auch Verlusten auf unterschiedlichen Ebenen umgehen. 
Es ist durchaus möglich, dass Du Ohnmacht und Verzweiflung gespürt hast. Es kann gut sein, dass sich all dies noch länger hinzieht – und niemand kann Dir sagen, wie lange es anhält. Wie kannst Du da glücklich sein? Hier möchten wir ansetzen und ein paar Tipps geben, inwieweit Yoga praktisch gelebt werden kann. Yoga ist die Arbeit mit dem Geist. Dies ist die Arbeit, um die wir uns immer wieder bemühen (und die wir auch oft vergessen, da wir nun mal menschlich sind): 

1.)    Achtsamkeit 
Das erste, was die Yoga-Disziplin verlangt, ist bewusste Aufmerksamkeit zu kultivieren! Wir können uns dahingehend orientieren, achtsam unsere Gedanken und Gefühle zu betrachten. Jede Situation des Lebens bietet uns dazu eine Möglichkeit. Wie wäre es, unsere Impulse wahrzunehmen, anstatt sie sofort und unmittelbar auszuagieren? So wie wir Dich in den Asanas immer wieder anleiten, Dich selbst zu reflektieren, wenn Du Dich in eine bestimmte körperliche Situation begibst, so ist dies übertragbar auf jede Situation Deines Lebens. Dies kann Dir Abstand zu Deinem inneren Erleben geben. Du wirst feststellen: Nicht alles, was Dein Geist von sich gibt, ist produktiv. Und: das, was er von sich gibt, ändert sich beständig.
Du kannst z.B. mit Achtsamkeit gehen, atmen, essen, arbeiten, spielen usw. Jegliche Alltagssituation – vor allem die komplizierten, in denen Du evtl. aufbrausen möchtest – bieten eine Möglichkeit, Achtsamkeit zu üben. Dabei geht es nicht darum, die Spontanität zu verlieren – aber Impulskontrolle in bestimmten Situationen kann Dich glücklicher machen! 

2.)    Verbundenheit 
Wir haben im November und Dezember insgesamt 5x die Metta Bhavana kostenfrei angeboten. Diese Meditation, bei der wir eine liebevolle Güte kultivieren und unser Herz für uns selbst und andere öffnen, ist ein zentrales Element der persönlichen Entwicklung und des Yoga-Weges. 
Wir werden letztlich nur dann glücklich sein können, wenn wir uns selbst respektieren, uns verzeihen und lieben können. Verbundenheit zu allen anderen Lebewesen ist der Schlüssel dazu. 
Verbundenheit ist wesentlich! Niemand ist in der Isolation glücklich. Wir sind keine Einzelwesen. Unseren Mitgeschöpfen mit Interesse, Respekt und Mitgefühl zu begegnen ermöglicht es uns, unseren Groll zu überwinden und zu verzeihen. Das heilt und befreit uns selbst. Wenn wir erkennen, dass wir alle diesen Planeten teilen, die selbe Luft atmen und alle ähnliche Bedürfnisse, Sorgen und Nöte haben, öffnen wir uns für unsere Mitgeschöpfe. Wir können dem Leiden, welches das Leben mit sich bringt, durch die Entwicklung des Zeugenbewusstseins (dieses ist die Weiterentwicklung der Achtsamkeit) und durch liebevolle Güte und Mitgefühl von Moment zu Moment, begegnen und es immer wieder überwinden. Somit heilen wir uns, unsere Familie und die ganz große „Menschheitsfamilie“, zu der letztlich jede Person gehört. Vielleicht gelingt uns nicht immer gleich der ganz große Wurf – aber die Tatsache der Verbundenheit zu erkennen und wirklich jeden in die „Menschheitsfamilie“ einzubeziehen, ist eine Medizin (ohne unangenehme Nebenwirkungen). 

3.)    Verantwortung 
Wir alle haben Macht. Wir fühlen uns oft ohnmächtig. Ohnmächtig gegenüber all den Dingen, die in der Welt geschehen und die uns widerfahren. Aber unsere Macht liegt darin, bewusste Entscheidungen zu treffen, wie wir sein und handeln möchten. Das bedeutet, dass wir die Verantwortung für unsere Gedanken und Gefühle übernehmen. Durch bewusste Aufmerksamkeit (Achtsamkeit) und das Bewusstsein um Verbundenheit werden wir zu „erwachsenen“ Menschen und übernehmen die Verantwortung für unser Tun und Handeln. 
Wir können bewusst entscheiden, was wir konsumieren und wie wir konsumieren. Welche Konversationen wir führen und welche nicht. Wie wir reagieren wollen. 
Welche Medien möchtest Du konsumieren? (Die Informationen, die wir konsumieren steuern uns). Welche Nahrung möchtest Du zu Dir nehmen? Was möchtest Du in Deiner Freizeit tun? Welche Produkte brauchst Du wirklich und wohin fließt das Geld, wenn Du das Produkt kaufst? Wir können Bücher lesen oder Beiträge im Internet anschauen, die uns motivieren und inspirieren. Wir können gesunde Nahrung zu uns nehmen, die uns guttut und deren Produktion andere Menschen und den Planeten nicht ausbeutet. Wir können entscheiden, unserem Nerven- und Immunsystem etwas Gutes zu tun, in dem wir in der Natur spazieren gehen, Sport treiben oder Asanas üben. Wir können darauf achten, Dinge zu kaufen, die nachhaltig produziert werden. Es ist nicht einfach, aber in gewissem Rahmen können wir abwägen und über unsere Käufe einen Teil dazu beitragen, Geldströme zu beeinflussen. Möchtest Du Menschen und Projekte unterstützten, denen das Wohl anderer und des Planeten am Herzen liegt? Auch ein kleiner Beitrag in Übereinstimmung mit Deinen Überzeugungen ist ein verantwortungsbewusster Schritt und kann Dich glücklich machen! 
 
Hinweise auf die Kursangebote 2021 
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Dich bald wieder auf der Matte in unseren Kursen sehen. Alle Kurse sind über das Portal buchbar. 
Es gibt einige Präventionskurse mit unterschiedlichen Themen: 
Becken & Iliosakralgelenk-Gelenke / Schultern & Nacken 
Es gibt Doreens Kurse zu spezifischen Lebensphasen: 
Yoga & Schwangerschaft / Yoga & Rückbildung I und II / Yoga & stabile Mitte 
Es gibt Philosophie und Meditationskurse: 
Yoga Sutra Patanjali / Die Evolution des Yoga 
    
Namaste,
Doreen und Volker